ARA Mittelhessen: Strecken

Die Brevets des Startorts ARA-Mittelhessen werden nach den Regeln des ACP gefahren. Insbesondere heißt dies, dass die Strecken auf der vorgegebenen Route zu befahren und die Kontrollstellen in den festgelegten Zeitfenstern zu passieren sind - es darf also weder zu schnell noch zu langsam gefahren werden, um das Brevet zu bestehen.

Generell versuchen wir, die Strecken auf möglichst verkehrsarmen und landschaftlich schönen Wegen verlaufen zu lassen, auch wenn sich abschnittsweise die Nutzung von Hauptrouten nicht immer vermeiden lässt. Deswegen und aufgrund der Topographie in Hessen (und Umgebung) sind die Strecken in der Regel relativ hügelig mit ca. 1000 bis 1200 Höhenmetern pro 100 km. Längere Steigungen mit mehr als 200 Höhenmetern am Stück sind dabei aber die Ausnahme. Damit sind die Profile dem von Paris-Brest-Paris nicht ganz unähnlich.

Die Strecken stehen endgültig erst kurz vor der Veranstaltung fest. Das Roadbook, in welchem die Route genau beschrieben und mit Abbiegehinweisen versehen ist, wird rechtzeitig - in der Regel 5 Tage vor dem Start - per Mail an die Teilnehmer versandt. Es werden keine GPS-Tracks ausgegeben!

Strecken 2018:

Achtung: Die Strecken für 2018 sind noch nicht festgelegt. Beispielhaft folgen hier die Strecken aus der letzten Saison 2017:

200 km: "Zwischen Eder und Felda"

Gießen - Bad Endbach - Hatzfeld - Rosenthal - Treysa - Kirtorf - Allendorf - Gießen (ca. 2450 Hm)

Nach wenigen Kilometern verlassen wir Gießen nordwärts und durchqueren zunächst auf der Trasse des alten Westfalenwegs (jetzt L3047) das Gladenbacher Bergland, wobei wir mit dem Dünsberg die höchste Erhbung im Kreis Gießen passieren. Nach Überquerung der Bottenhorner Hochfläche treffen wir kurz vor Wallau wieder auf die hier noch sehr junge Lahn und passieren dann auf einer kleinen Nebenstraße die Rhein-Weser-Wasserscheide, um bei Hatzfeld ins Edertal zu kommen (erste Kontrollstelle). Hier wendet sich der Kurs nach Osten, und nach wenigen Kilometern queren wir erneut die Wasserscheide. Durch die östlichen Ränder des Rothaargebirges gelangen wir über Mühlhausen in den Burgwald, queren im Gilserberger Hochland abermals die Wasserscheide und fallen dann ins Tal der Schwalm nach Treysa zur zweiten Kontrollstelle. Ab hier geht es weiter direkt nach Süden durch das durch die Malerkolonie bekannte Willingshausen, bevor wir dann über eine steile Rampe nach Arnshain die Wassserscheide zum letzten Mal queren. Durch die nordöstlichen Wellen des Vogelsberg erreichen wir die dritte Kontrollstelle in Gemünden (Felda). Nach ein paar flacheren Wellen geht es hinab ins Lumda-Tal und dort flussabwärts bis Daubringen, von wo wir über einen kleinen Schlussanstieg über das Gießener Nordkreuz zum Ziel rollen.


300 km: "Schnupperfahrt Odenwald und Spessart"

Gießen - Karben - Babenhausen - Amorbach - Mespelbrunn - Wächtersbach - Merkenfritz - Lich - Gießen (ca. 3100 Hm)

Die Strecke beginnt bis auf den Anstieg nach Pohlheim und Gambach relativ flach und führt geradewegs in südsüdöstlicher Richtung über Karben zur Mainfähre in Dörnigheim. Nach der Flussüberquerung erreichen wir hinter Babenhausen schließlich den nördlichen Rand des Odenwalds, den wir unter Beibehaltung der Richtung und vorbei am Kastell Hainhaus - der rekonstruierte Limes-Turm ist nicht zu übersehen - durchqueren, bis wir bei Amorbach den südlichsten Punkt der Strecke erreichen. Zurück geht es nordwärts bei Groß-Heubach über den Main und durch den Bayrischen Spessart durch Mespelbrunn ins Kinzigtal nach Wächtersbach. Vorbei an Schloss Eisenhammer queren wir noch Ausläufer des Büdinger Waldes, bis wir in Nidda wieder das flache Gelände der Wetterau erreichen. Auf direkten Weg gelangen wir über Lich zurück nach Gießen.


400 km: "Kirchheimer Zipfelmütze"

Gießen - Homberg (Efze) - Hessisch Lichtenau - Oberaula - Fulda - Burgsinn - Bad Orb - Altenstadt - Gießen (ca. 4500 Hm)

Wir verlassen Gießen in geradewegs nordöstlicher Richtung und fahren durch die nordwestlichen Ränder des Vogelsbergs über Homberg (Ohm) in die Fachwerkstädtchen Ziegenhain (Schwalmstadt) und Homberg (Efze). Durch das Homberger Hochland geht es weiter nach Melsungen und durch das Ohebachtal über das Melsunger Bergland nach Hessisch Lichtenau. Ab hier wenden wir uns kurz nach Südwesten und erreichen durch das Stölzinger Gebirge Spangenberg und schließlich Knüllwald-Remsfeld. Ab jetzt geht es direkt nach Süden, wo wir auf dem Weg nach Oberaula im Knüll den höchsten Punkt der Strecke (550 m) überqueren. Wir folgen der Aula abwärts und ab Niederaula der Fulda aufwärts über Schlitz nach Fulda und überqueren den Hessischen Landrücken, um über Heubach ins Tal der Sinn zu gelangen. Bis Burgsinn können wir dem Flüsschen folgen, dann müssen wir rechts abbiegen und durch die nördlichen Ausläufer des Bayrischen - später Hessischen - Spessarts, um Bad Orb zu erreichen. Von hier ist es nicht weit ins Kinzigtal, welches wir bei Gründau wieder verlassen, um nach Nordwesten durch das Ronneburger Hügelland zu drehen und uns den letzten Kontrollstempel in Limeshain abzuholen. Nun trennen uns nur noch einige flache Wellen der Wetterau vom Ziel in Gießen.


600 km: "Großenwiedener Antizykel"

Gießen - Frankenberg - Bad Driburg - Großenwieden - Bodenwerder - Osterode - Bad Sooden-Allendorf - Homberg (Efze) - Lich - Gießen (ca. 6300 Hm)

Zu diesem "Doppel-Brevet" starten wir zeitgleich mit ARA Weserbergland, von wo aus der Kurs in entgegengesetzter Richtung gefahren wird.


Created: Tue Nov 10 13:16:10 CET 2015
Last modified: Fri Nov 3 10:54:36 CET 2017